Neu im Job
Situation: Sie sind neu in einer Firma und unsicher, ob Sie den Anforderungen gewachsen sind - überhaupt die Probezeit überstehen. Ihre Strategie: Machen Sie sich klar, dass man Sie unter vielen Bewerbern gewollt hat. Halten Sie sich zudem Ihre Erfolge im alten Job vor Augen, das stärkt Ihr Selbstbewusstsein. Erlauben Sie sich Fehler, niemand verlangt, dass Sie alles gleich perfekt machen. Fragen Sie, wenn Unklarheiten auftauchen. Und: Freuen Sie sich, dass Sie jeden Tag etwas dazulernen. Sehen Sie die Probezeit auch als Chance, die Firma unter die Lupe nehmen zu können.
Treffen neuer Geschäftspartner
Situation: Der erste Termin mit einem neuen Geschäftspartner steht an. Sie befürchten, dass Sie keinen Ton herausbringen? Ihre Strategie: Machen Sie sich bewusst, dass es nicht darauf ankommt, klug und viel zu reden, sondern dass Ihr Gegenüber sich mit Ihnen wohl fühlt. Das erreichen Sie am Besten, indem Sie Interesse an ihm zeigen. Fragen Sie, wie er in seinen Beruf, oder in die Firma gekommen ist, wie die Reise verlief. Gut sind Themen, die Ihr Partner ausführlich antworten muss. Im Verlauf des Gespräch gewinnen Sie bestimmt mehr Selbstsicherheit.
Plötzlich - ein Chefgespräch
Situation: Sie werden überraschend zum Chef gerufen. Ihnen klopft das Herz bis zum Hals, weil Sie nicht wissen, was er will. Ihre Strategie: Statt in Katastrophen-Stimmung zu geraten, überlegen Sie sich, wie Sie auftreten. Geben Sie ihm bei berechtigter Kritik Recht und bieten Sie gleichzeitig Möglichkeiten an, wie Sie Ihre Arbeit künftig besser machen können. Extra-Tipp: Treten Sie aus der Opferrolle hinaus und definieren Sie einzelne Punkte, die Sie bei Ihrem Chef immer schon mal ansprechen wollten.
Ein Haufen Arbeit - kein Land in Sicht
Situation: Ihr Chef überhäuft Sie mit Arbeit und fordert, dass sie bis abends erledigt sein soll. Sie haben Angst, das Sie das Pensum nicht schaffen. Ihre Strategie: Auch wenn es zunächst schwer fällt: Setzen Sie Grenzen. Teilen Sie ihrem Chef mit, dass Sie Ihre Arbeit gern machen, bei der Mehrarbeit jedoch andere Sachen liegen bleiben müssen. Fragen Sie ihn dann, welcher Teil der Aufgaben Priorität und stellen Sie sich einen Plan auf, nach dem Sie vorgehen. Und dann: Machen Sie kurz eine Pause. Atmen tief durch, um die Katastrophen- Gedanken zu stoppen - und los geht’s.
Einen Vortrag halten
Situation: Sie sollen einen Vortrag vor vielen Leuten halten und bekommen Panik? Ihre Strategie: Befassen Sie sich zunächst mit Ihrer Angst, fragen Sie sich, was Ihnen im schlimmsten Fall passieren kann. Besteht Lebensgefahr? Sicher nicht. Also, mit guter Vorbereitung kann kaum etwas schief gehen. Üben Sie den Vortrag mehrfach, um Sicherheit zu gewinnen. Visualisieren Sie, wie Sie den Vortrag ruhig und überzeugend halten. Kurz vor Ihrem Auftritt atmen Sie ganz bewußt - lenken Ihren Atem bis tief in den Bauch. Extra-Tipp: Halten Sie den Vortrag in derselben Körperhaltung, in der Sie die Rede trainiert haben.
Angst im Job? Nie wieder!
Wird Ihnen beim Gedanken an einen Vortrag vor großer Runde mulmig im Bauch? Oder wenn Sie plötzlich zum Chef zitiert werden? Immer wieder gibt es im Job Gelegenheiten, in denen man es mit der Angst bekommt. Wir sagen, wie man sie aktiv überwindet.
Kaum jemand ist vor ihnen gefeit: Vor Situationen im Job, die einen extrem verunsichern oder sogar Angst machen. Doch auch dann sollte man nicht hektisch werden.
Denn Angst ist ein überlebensnotwendiger Instinkt, der uns wachsam machen soll.
Er steht auf und vergräbt die Hände in den Hosentaschen.
Er ist kritisch, verschließt sich.
Tipp: Geben Sie ihm ein Papier, damit er die Hand aus der Hose holt. Sollten Sie noch ein As im Ärmel haben, ziehen Sie es jetzt. Oder vertagen Sie die Unterhaltung.
Er guckt Sie nicht mehr an.
Entweder ist er verlegen, will Sie los werden oder was Sie sagen, ist ihm unangenehm.
Tipp: Haben Sie zuviel geredet? Stellen Sie eine Frage, damit er wieder die Oberhand gewinnt.
Er legt seine Füße um die Stuhlbeine.
Vermutlich sucht er Halt, weil er unsicher ist.
Tipp: Jetzt können Sie Punkte sammeln, indem Sie ihm Sicherheit geben. Betonen Sie beispielsweise, dass das Geschäft, das Sie vorschlagen, keinerlei Risiko für ihn bedeutet und er sich ganz und gar auf Sie verlassen kann.
Er trommelt mit den Fingern auf die Tischplatte.
Er ist nervös, ungeduldig, eilig, will Sie los werden.
Tipp: Sind Sie noch nicht am Ziel, tragen Sie noch einmal kurz und knapp Ihr Anliegen vor. Nehmen Sie ein Stück seines Reviers in Beschlag, indem Sie z.B. einen Arm auf seinen Schreibtisch stützen.