Den Ruhepunkt in der Stimme finden
Wenn infolge von Streß oder falschem Gebrauch eine Stimme zu hoch angesetzt wird, klingt sie unsympatisch und kommt nicht an. Jede Stimme hat einen so genannten Ruhepunkt, wo sie frei ausschwingt, voll und sympatisch klingt.
Von diesem Ruhepunkt der Stimme aus sollte man jeden stimmlichen Einsatz beginnen. Einfaches, entspanntes Zählen (21,22,23,24..), vor sich hinbrummeln oder einen Kinderlied vor sich hinleiern hilft, diesen Spannungspunkt zu erahnen.
Wenn man ihn im Alltag immer wieder erreicht, weiß man auch, daß man streßfrei ist.
Kommunikation: Vielredner einbremsen
So verhindern Sie, dass eine Person in einer Diskussion dominiert und so die anderen Teilnehmer langweilt:
- Vermeiden Sie Blickkontakt, zustimmende Gesten und Worte wenn die dominierende Person am Reden ist. So zeigen Sie ihm oder ihr, dass Sie das Gesagte nicht interessiert.
- Lassen Sie sich von dem Schwätzer nicht unterbrechen:
Sprechen Sie mit gleichmäßiger Lautstärke weiter, wenn Sie bemerken, dass der Vielredner wieder zuschlagen möchte. Sobald Sie leiser sprechen, wird er oder sie das Wort ergreifen. Vermeiden Sie in diesem Fall konsequent den Blickkontakt. Wenden Sie sich den anderen Teilnehmern dagegen offen zu.
- Sollten Sie dennoch unterbrochen werden, wehren Sie sich. Eine friedliche Methode ist der Satz: “Entschuldigen Sie, dass ich weiterrede, während Sie mich unterbrechen.” Hilft das nichts, erklären Sie laut und deutlich: “Lassen Sie mich bitte aussprechen.”
Geben Sie den Anderen in der Runde die Möglichkeit mitzureden:
- Lenken Sie die Diskussion bewusst auf Teilnehmer, die noch nicht zum Zug gekommen sind. Wenn Sie das Wort haben, beenden Sie den Redebeitrag mit einer Frage an eine dieser Personen. Zum Beispiel: “Wie sehen Sie das, Herr Müller?”. Reißt der Vielredener trotz dieser Ablenkungsmaßnahme das Gespräch an sich, erscheint er äußerst unhöflich.
Argumentations- und Redekunst ankurbeln ;-)
Möglichst oft einmischen. Wer sich ein Herz fasst und jede Gelegenheit nutzt, um seine Meinung zu äußern, bekommt schnell Routine im Reden. Am besten klein anfangen. Im vertrauten Umfeld lassen sich Redehemmungen schneller abbauen als vor einer großen Gruppe. Daher Diskussionen mit Familie und Freunden als Training für wichtige Jobdebatten nutzen.
Menschen beobachten. Lernen Sie von der Mimik, Gestik und Körpersprache von alltäglichen Gesprächspartnern. Ihre Mitfahrer in der U-Bahn sind gute Anschauungsobjekte.
Profiredner studieren. Schauen Sie Bundestagsreden oder Talk-Runden im Fernsehen an. Analysieren Sie die Rhetorik überzeugender Diskutanten.
Bilder suchen. Lesen Sie Fachliteratur, und übersetzen Sie trockene Begriffe in eine bildhafte Sprache. Beispiele: Aus “Schwierigkeiten bereiten� wird Stolpersteine in den Weg legen�, aus “in eine Firma passen� wird “den richtigen Stallgeruch haben�.
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10 Gebote für den Redner - Rhetorik verbessern
Ist es möglich, die wichtigsten Tipps für eine gelungene Rede in wenigen Sätzen zusammenzufassen? - Im Folgenden finden Sie zehn Gebote, die jeder Redner (und jede Rednerin!) unbedingt beachten sollte.
1. Gebot: Rede weniger, sage mehr!
“In Deutschland gehen mehr Arbeitsstunden durch Grußworte verloren als durch Streiks.” (Ingo von Münch). Effizienter reden heißt, die fünf Produktionsstadien der Rede zu beherrschen: a) Ideenfindung, b) Stoffgliederung: Einleitung, Sachverhaltsschilderung, Argumentations- und Beweisführung, Schluß, c) stilistische Aufbereitung: Sprachrichtigkeit, Deutlichkeit, Angemessenheit, Kürze, Redeschmuck, d) Einprägung ins Gedächtnis: Mnemotechnik, bildliche Vorstellungshilfen, e) Präsentation: Betonung, Mimik, Gestik, Handlung, aber auch äußere Rahmenbedingungen.
2. Gebot: Bedenke das Publikum!
Der Wurm muß dem Fisch schmecken, nicht dem Angler! Zu wem reden Sie wann und wo? Welches Vorwissen hat das Publikum, welche Sympathien, Erwartungen, Befürchtungen, Vorurteile oder Fragen?
3. Gebot: Bedenke Anlaß und Ziel!
Denken Sie an Anlaß und Redegegenstand und sprechen Sie zielgerichtet! Was wird von Ihnen verlangt? Was wollen Sie mit Ihrer Rede erreichen?
4. Gebot: Bedenke die Zeit!
Reden Sie kurz! Wenn Sie abtreten, soll das Publikum sich sagen: dem hätte ich noch lange zuhören können! Lassen Sie alles Unnötige weg (Helmut Schmidt: “Quallenfett”). Konzentrieren Sie sich auf eine Botschaft.
5. Gebot: Sichere die Qualität!
Vor jeder Rede präzise Vorbereitung, während der Präsentation ständige Qualitätssicherung durch Augenkontakt, hinterher Fragemöglichkeit. Redequalität heißt auch Klarheit, Wahrhaftigkeit, Anstand (Moral).
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