Druck im Job? Haben Sie Mut zum Nein
Nichts setzt Menschen mehr unter Stress, als ständig den Anforderungen anderer zu genügen, sagen Arbeitswissenschaftler. Warum ein klares “Nein” da oft wahre Erlösungs-Wunder bewirkt.
Sagen Sie nein - für mehr Selbstbewusstsein
Warum ist ein “Nein” so wichtig? “Mit einem freundlichen, aber bestimmten Nein setzen Sie Grenzen, halten sich zu viel Arbeit vom Leib, stärken Ihr Selbstbewusstsein - und stoßen zugleich Ihrem Gegenüber nicht vor den Kopf”.
“Nein” zum Kunden
Ein Kunde nervt Sie schon seit längerem am Telefon und Sie wollen dem ein Ende bereiten. Ihre Strategie: Äußern Sie zunächst Verständnis für Ihren Gesprächspartner (”ich kann verstehen, dass Ihnen Thema xy wichtig ist”), sagen Sie ihm dann aber auch deutlich, warum Ihre Firma seinen Wunsch nicht ausführen kann. Wichtig: Die Begründung muss nachvollziehbar sein und sollte ihn nicht brüskieren Tipp: Bieten Sie dem Kunden eine Alternative an, aber auch nur dann, wenn Sie eine haben und diese umsetzen können.
“Nein” zu Kollegen
Ihre Kollegin legt Ihnen zum wiederholten Mal zusätzliche Arbeit auf den Tisch und bittet Sie, sie zu erledigen. Sie haben die Faulheit Ihrer Kollegin längst satt. Ihre Strategie: Nicht im Ärger gleich losplatzen, sondern das Gespräch in einer ruhigen Minute suchen. Erklären Sie dann, dass Sie nicht länger bereit sind, Ihre Arbeit zu übernehmen. Geben Sie aber auch Ihrer Kollegin die Möglichkeit, sich zu äußern. Tipp: Da Sie ja auch weiterhin mit ihr zusammenarbeiten wollen, sollten Sie gemeinsam nach Lösungen suchen.
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Was ist Stress und wie wirkt Stress?
1. Eine psychische Belastung tritt auf.
2. Der Organismus reagiert mit Ausschüttung von Hormonen, darunter Adrenalin.
3. Die Atmung beschleunigt sich, der Puls steigt.
4. Die körperliche Reaktion wird als Angst, Unruhe wahrgenommen.
5. Das Gehirn arbeitet auf Hochtouren. Es sucht auf der Basis bisheriger Erfahrungen eine Problemlösung.
6. Wird die Lösung gefunden, bleibt die Stressreaktion kurz. Die ausgeschütteten Hormone unterstützen die Bahnung und Festigung von Nervenzellenverschaltungen, die im Gehirn für die Informationsverarbeitung zuständig sind.
7. Das Gehirn verankert das erfolgreiche Handlungsmuster. Es ist für zukünftige Probleme abrufbereit.