So glänzen Sie im Bewerbungsgespräch
Sie bemühen sich um eine neue Arbeitsstelle? Dann haben Sie die erste Hürde genommen, sobald Sie zu einem persönlichen Gespräch geladen werden. Dabei müssen Sie von Angesicht zu Angesicht mit dem Personalchef beweisen, was Ihre Bewerbungsunterlagen versprechen. Gut wenn Sie wissen, wie so ein Gespräch abläuft:
1. Phase - zwangloses Kennen lernen
Das scheinbar zwanglose Geplauder hat den Zweck die Nervosität des Bewerbers abzubauen. Aber Vorsicht: Der Personalchef schätzt Sie jetzt schon ein. Mit einem freundlichen Auftreten können Sie die Situation nutzen und Sympathiepunkte sammeln. Keinesfalls sollten Sie sich verstellen. Markieren Sie nicht den forschen Jungdynamiker, wenn Sie es nicht sind. Ein erfahrener Personalchef wird merken ob Sie etwas vortäuschen.
2. Phase - Selbstauskunft
Es wird Ernst. Ihr Gegenüber wird Sie bitten etwas über sich selbst zu erzählen. Er wird wissen wollen was Sie bisher gemacht haben, warum Sie Ihre Arbeitsstelle wechseln möchten und warum Sie in dieser Firma arbeiten wollen. Sie kommen hier am besten über die Runden, wenn Sie sich schon vorher auf die möglichen Fragen vorbereitet haben. Am besten Sie üben diese Phase gemeinsam mit einem Bekannten in einem Rollenspiel ein. So kommen Sie später nicht ins Schleudern und können besonders überzeugend auftreten.
3. Phase - das Unternehmen wird vorgestellt
Im letzten Teil des Gesprächs wird Ihnen der Personalchef das Unternehmen vorstellen. Entscheidend ist, dass Sie sich auch hier gut vorbereitet zeigen. Sie sollten möglichst viel über die Firma in Erfahrung gebracht haben, damit Sie die passenden Fragen stellen können. Sie zeigen damit, dass Sie sich tatsächlich dafür interessieren hier zu arbeiten. Außerdem können Sie diese Phase nutzen um herauszufinden, ob dieser Arbeitgeber wirklich der Richtige für Sie ist.
Vorstellungsgespräche und Einstellungstests - mögliche Fragen
Das hier ist kein Verhör. Nein, schlimmer. Da hätten Sie das Recht auf einen Anwalt. Im Bewerbungsgespräch sind Sie allein. Oft geht es um Themen, die tabu sein sollten. Aussage verweigern? Auf keinen Fall. Sabine Hertwig von der Karriereberatung beruf + konzept gibt Tipps.
Private Interessen? „Geht ihn nichts an“, so Hertwig. Aber bedenken Sie den Grund für die Frage: „So will der Arbeitgeber das Gesamtbild abrunden.“ Sie interessieren sich also für Computerspiele und moderne Kunst? Vergessen Sie die PC-Ballerei und schwärmen Sie von Picasso. „Ein bisschen Flunkern ist erlaubt.“
Sport? Immer mit ja antworten. Der will Ihre Fitness für Überstunden abchecken. Wenn Sie die Stelle haben, können Sie immer noch joggen statt jobben.
Glaube? Danach dürfen nur Unternehmen in kirchlicher Trägerschaft fragen.
Krankheiten? „Die können Sie ungestraft verschweigen“, so Hertwig, „solange sie Sie beruflich nicht beeinträchtigen.“ Sicher kann es Ärger geben, wenn der Arbeitgeber erfährt, dass Sie bei der Bewerbung gelogen haben. Aber wenn Sie gut arbeiten, hat er auch keinen Grund, Sie zu feuern.